Tractatus

5.101

Die Wahrheitsfunktionen jeder Anzahl von Elementarsätzen lassen sich in einem Schema folgender Art hinschreiben:

(WWWW)(p, q)  Tautologie (Wenn p, so p; und wenn q, so q.)    (p⊃p.q⊃q)
(FWWW)(p, q)  in Worten: Nicht beides p und q.    (~(p.q))
(WFWW)(p, q)   ”        ”Wenn q, so p.    (q⊃p)
(WWFW)(p, q)   ”        ”Wenn p, so q.    (p⊃q)
(WWWF)(p, q)   ”        ”p oder q.    (p∨q)
(FFWW)(p, q)   ”        ”Nicht q.    (~q)
(FWFW)(p, q)   ”        ”Nicht p.    (~p)
(FWWF)(p, q)   ”        ”p, oder q, aber nicht beide.    (p.~q:∨:q.~p)
(WFFW)(p, q)   ”        ”Wenn p, so q; und wenn q, so p.    (p≡q)
(WFWF)(p, q)   ”        ”p
(WWFF)(p, q)   ”        ”q
(FFFW)(p, q)   ”        ”Weder p noch q.    (~p.~q) oder (p|q)
(FFWF)(p, q)   ”        ”p und nicht q.    (p.~q)
(FWFF)(p, q)   ”        ”q und nicht p.    (q.~p)
(WFFF)(p, q)   ”        ”q und p.    (q.p)
(FFFF)(p, q)  Kontradiktion (p und nicht p; und q und nicht q.)    (p.~p.q.~q)

Diejenigen Wahrheitsmöglichkeiten seiner Wahrheitsargumente, welche den Satz bewahrheiten, will ich seine Wahrheitsgründe nennen.